Was sind ätherische Öle?

„Ätherisch“ leitet sich vom griechischen Wort „Äther“ (deutsch: „Himmelsluft“) ab. Diese Öle werden auch Essenzen genannt, denn sie sind das Essentielle, das Lebensnotwendige oder die Seele der Pflanzen. Jede Essenz hat ihre eigene Duftpersönlichkeit.

Die Wirksamkeit mancher Heilpflanzen auf den menschlichen Körper beruht häufig auf den darin enthaltenen ätherischen Ölen. Im Gegensatz zur Pflanzenheilkunde nutzt die Aromatherapie deshalb nicht die ganze Pflanze oder wesentliche Pflanzenteile, sondern ausschliesslich diese kostbaren Inhaltsstoffe.

Die ätherischen Öle befinden sich in winzigen Drüsen auf der Aussenseite oder tief im Innern von Wurzeln, Holz, Blättern, Blüten, Früchten oder Samen einer Pflanze. Im Grunde genommen sind sie Ausscheidungsprodukte des pflanzlichen Stoffwechsels. Die eigentlichen ätherischen Öle dringen durch die Epidermis der Blätter oder Blüte nach aussen.

Alle Pflanzen bilden sogenannte Essenzen. Unterschiedlich ist der Gehalt an ätherischen Ölen in den verschiedenen Pflanzen. Es reicht von 0.1% - 9% des Eigengewichtes. Sie werden auch ätherische „Öl-Drogen“ genannt, sind flüchtige Stoffe und haben einen aromatisch-würzigen, lieblichen, blumigen aber in jedem Fall einen charakteristischen Duft. Verreiben Sie Blätter von z.B. Thymian, Rosmarin, Salbei oder Pfefferminze. So werden diese leichtflüchtigen Duftstoffe aus den kleinen Drüsenhaaren auf der Blätteroberfläche oder winzigen Behältern in den Blättern freigesetzt.

Wegen der Vehikelwirkung unserer Dermarômes Suprêmes empfehlen wir nur die Produkte von LES NOUVEL ARÔMES mit antiseptischen, aromatischen Essenzen der Öle zu mischen. Andernfalls könnten unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.

Gewisse Öle sind in ihrer Struktur hormonähnlich (z.B. E.Ö. Zypresse ist in ihrer Struktur ähnlich wie das Eierstockhormon).

Ihre hohe Diffusionsfähigkeit erlaubt die perkutane Penetration mit gleichzeitiger Transportmöglichkeit für andere Stoffe. Diese Eigenschaften machen sie zu den einzigen, in der Kosmetik zugelassenen Stoffen, die nachweislich bis in die lebenden Hautschichten eindringen können.

Die ätherischen Öle duften, fetten aber nicht. Sie sind üblicherweise nicht wasserlöslich. Das heisst, um eine Essenz mit Wasser mischen zu können, braucht es einen Emulgator. Natürliche Emulgatoren sind Honig, Rahm, flüssige Seife, Meersalz, Kleie oder Essig.

Die Aromatherapie oder auch Aromatologie folgt den Prinzipien der Naturheilkunde. Sie will die Widerstands- und Selbstheilungskräfte des Einzelnen wecken und stärken. Die ätherischen Ölen oder Essenzen sollen eine tiefe Wirkung auf unser psychisches Gleichgewicht haben. Sie bewirken innere Harmonie, regulieren aus der Balance geratenes, haben je nach Einsatz aufbauende, entspannende oder anregende Eigenschaften und entziehen einer Disharmonie den eigentlichen Nährboden. Sie wirken gleichermassen auf Körper und Seele, also im ganzheitlichen Sinne.

Die Aromatologie ist ideal zur Selbsthilfe, weil sie ebenso wirksam wie angenehm in der Anwendung ist (z.B. in Form von Bädern, Massagen oder Inhalationen). Ausserdem haben die Essenzen bei richtiger Anwendung und richtiger Dosierung keine schädlichen Nebenwirkungen. Und eben dies wird, wie wir bereits wissen, zunehmend wichtig in Zeiten, da sich immer mehr Menschen über möglichen Nachteile mancher chemischer Heilmittel klar werden. Wenn Haut ein kosmetische Problem zeigt (trockene, fettige, rötliche oder Aknehaut etc.) hat es meistens eine Ursache im Organismus. Als Kosmetikerin kann ich die Selbstheilung der Haut anregen. Am besten ist es jedoch immer, die Haut bereits vorbeugend optimal zu versorgen.

© ELLE & LUI KOSMETIK MORENA WALLER Hünenberg Zug